Sonntag, 4. Dezember 2016

Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen. Joseph Joubert

Ein kleiner Kurzurlaub war im Oktober fällig.

Ein paar Tage Urlaub so zwischendurch ist ja immer mal sehr schön.  Wir sind dann mal Richtung Rheinland Pfalz gefahren, weil für dort der Wetterbericht ganz ok war. Unser Ziel war Saarburg in der Nähe von Trier.  Ein netter Ort, der in seiner Mitte sogar einen kleinen Wasserfall hat. 




Besonders schön waren die Herbstfarben, die wir auf unserer Fahrt bewundern konnten.




In den letzten Wochen habe ich sehr viel geschafft.  Das ist nun mal leider bei berufstätigen Frauen einfach eine sehr stressige Zeit.  Geht Euch sicher auch so. Da war dann so ein kleiner Kurzurlaub ganz angenehm, damit man mal runterkommt.

Hier noch ein paar weihnachtliche Impressionen.
Mein diesjähriges Adventsensemble steht auf dem Esstisch.





Auf dem Couchtisch steht das.

Dies ist die Deko auf einem kleinen Küchenregal.





Bleibt alle fit, das wünsche ich Euch zum zweiten Advent.


Donnerstag, 24. November 2016

Der schönste Dank für Gottes Gaben besteht darin, dass man sie weitergibt.    Michael v. Faulhaber

Ein herzliches Hallo an alle,

jetzt geht es ja in großen Schritten wieder auf Weihnachten zu. Mit meinen Vorbereitungen bin ich diesmal gut dabei, da ich besonders früh angefangen habe. 
Zwischendurch habe ich nach guten Rezepten, aber selbst noch ein bißchen variiert,  Birnensenf und Feigensenf hergestellt. Hmmmh, richtig köstlich.   (Habe leider keine Fotos gemacht)
In kleine Gläschen gefüllt sind die immer ein nettes Mitbringsel.
Die Rezepte habe ich aus der Zeitschrift "Mein schönes Land" und aus der LandEdition"Hausgemacht".

Das Magazin "Mein schönes Land" ist aber auch wirklich wert, hier mal erwähnt zu werden. Ich schicke da mal ein großes Lob an die Redaktion und allen Leuten, die für die Zeitschrift die tollen Ideen liefern. Einfach super! Die gleichnamige Fernsehsendung im NDR habe ich auch immer angeschaut.  Ich wünschte mir, dass davon mal neue Folgen gedreht würden. 



Diese neue Kommode steht nun bei uns im Flur. Ich brauchte unbedingt noch Stauraum. Da stand vorher der Kamin, den mein Mann vor Jahren mal gebaut hatte. Der steht jetzt in meinem Zimmer.  Die Kommode bietet mir nun, ganz in unserem shabby chic Stil, auch noch u.a. Platz für meine eingemachten Chutneys.

Hier etwas von meiner diesjährigen weihnachtlichen bzw. winterlichen Deko. 

Vor dem Haus


Kranz Haustür

Der blau schimmernde Rahmen am Küchenfenster ist natürlich weiss. Hier ist nur ein Schatten zu sehen.


Kleiner Tisch auf der Terrasse

Bank vor dem Haus

Kleine Kommode im Windfang

Auf neuer Kommode im Flur

Der alte Herd in der Küche, Advent 2016

Nun wünsche ich Euch allen einen schönen ersten Advent.

Sonntag, 6. November 2016

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.
Khalil Gibran


Hallo zusammen !

Ein Garten,  ist er noch so klein, ist doch ein großes Glück. 








So empfinde ich es auf jeden Fall.  Besonders im Herbst sind die Farben so toll. Es ist allerdings auch Arbeit und besonders die große Hecke am Gartenende.  Wir schneiden sie immer im Oktober selbst, aber diesmal wollten wir sie um 60 cm insgesamt kürzen. Da das sehr schwierig ist, weil sie ganz dicke Stämme hat und dicke Verzweigungen, haben wir uns mal dazu professionelle Hilfe geholt.

Hier vorher 3,80 cm hoch:



Nachher: 3,20m hoch


Über dem Rundbogen sieht man es, dass die Hecke einiges an Höhe verloren hat.  Es sieht von oben im Moment nicht gut aus, da man dort jetzt die ganzen kahlen Äste sieht. Ich hoffe, dass es im Frühjahr wieder langsam zuwächst. Nur die Höhe wollen wir künftig beibehalten, dann ist es für uns einfacher, sie zu schneiden. 

Jetzt stürze ich mich mal auf die Bügelwäsche.  Ich freue mich, denn nachher kommen die Kinder zum Essen.  Also bis bald, einen schönen Sonntag wünscht Euch die Tina 



Dienstag, 1. November 2016

Honig wohnt in jeder Blume, Freude an jedem Ort, man muss nur, wie die Biene, sie zu finden wissen.
Heinrich von Kleist


Hallo,  nachdem wir gestern und auch heute die Gräber besucht, neu bepflanzt und Kerzchen angezündet haben, bin ich schon wieder hier im blog.  Das Wetter eignete sich auch gut, um noch ein bißchen im Garten zu arbeiten. Das muß man um diese Jahreszeit ausnutzen, wenn der Himmel noch so schön klar ist und ein paar Sonnenstrahlen durchlässt.  
Letzte Woche haben wir noch einen kleinen Kurzurlaub an der Mosel gemacht und auch hier Glück mit dem Wetter gehabt. Davon später mal mehr. 

Hier sehr Ihr Variationen der wechselnden, sommerlichen Deko auf der kleinen weissen Kommode. Schon in absehbarer Zeit wird die Weihnachtsdeko auch hier für ein paar Wochen wieder ihren Platz finden. 








Wir haben auch mal wieder Waffeln gemacht und Apfelmus eingekocht. Die Oma meiner Schwiegertochter besorgte mir Äpfel von einem Bauernhof. Diese Äpfel heißen Gold Parmäne und sind wirklich sehr lecker. Sie gab es wohl schon im 16. Jahrhundert und sie waren früher auch mal einer der besten Tafeläpfel. Der Apfelmus davon schmeckt köstlich. Es gibt sie noch, die guten alten Dinge. In Geschäften kann man diese Äpfel wohl nicht finden, nur in Bauernhöfläden könnte man vielleicht noch fündig werden. 
Ich habe insgesamt 25 Gläser Apfelmus eingemacht.  Die Gläser bekommen noch schöne Stoffbezüge, dann sind sie auch ein nettes kleines Mitbringsel, eben selbstgemacht.







Ganz liebe Grüße sendet Euch

Sonntag, 23. Oktober 2016

Suche die kleinen Dinge, die dem Leben Freude geben.
Konfuzius

Nach der Veranstaltung in Vladslo fuhren wir nach Brügge und hatten dort eine Übernachtung in einem kleinen, sehr netten Hotel. Der Besitzer war sehr freundlich und hilfsbereit. Das Hotel ist gemütlich eingerichtet und alles ganz sauber. Es liegt in einer ruhigen Seitenstrasse und wir konnten vor der Tür parken. 

Hier einige Fotos von dem Hotel.







Hier auch Fotos von Brügge, der wundervollen Stadt mit tollen Gebäuden, den herrlichen Schokolaterien und den zauberhaften Geschäften. Besonders die Läden mit den Spitzen und Klöppelarbeiten finde ich toll. 
Das Wetter war nicht so berauschend, wie man sehen kann, daher habe ich auch nicht so viele Fotos gemacht.  Wir waren nicht zum ersten Mal hier und hoffentlich auch nicht zum letzten Mal.  Da könnte man hunderte Fotos zeigen, aber das hat nicht so eine Wirkung, wie ein persönlicher Besuch. 










So, mal wieder Schluss für heute.  Einen schönen Sonntagabend wünscht Euch die Tina von

Sonntag, 16. Oktober 2016

Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.
Arthur Miller

Hallo!
Heute berichte ich mal etwas mehr, aber von anderem als Haus und Garten. Mal etwas ernstes habe ich zu berichten.
Es gibt immer noch so viele Kriege auf der Welt, leider haben die Menschen nichts dazugelernt.

Mein Großvater ist 1914 im ersten Weltkrieg gefallen, er war 26 Jahre jung und meine Großmutter 18. Sie waren erst kurze Zeit verheiratet als er eingezogen wurde. Großmutter mußte damals noch die Genehmigung ihres Vaters erhalten, heiraten zu dürfen. Meine Oma war schwanger mit meiner Mutter und ein paar Wochen vor der Geburt bekam sie Bescheid, dass ihr Mann gefallen ist.  Ich möchte hier nicht darauf eingehen, wie schlimm das für sie war, das kann sich jeder denken. Der Opa war ihre große Liebe und muss auch ein sehr lieber Mensch gewesen sein. Leider weiß ich das nur aus Erzählungen. Die meisten Dokumente sind im ersten und dann später im zweiten Weltkrieg verloren gegangen. So blieb meiner Oma nur die Erinnerung, ein paar Fotos und ein paar Postkarten, die ihr Mann an sie geschrieben hatte. 
Seine Handschrift war fast künstlerisch und er schrieb immer sehr liebevoll.  

Einige Jahre später hat Oma wieder geheiratet und noch eine Tochter bekommen. Mein Stiefopa, den ich noch kurze Zeit kennenlernen konnte, war auch ein sehr guter Mensch. Er hat meine Mutter immer wie seine eigene Tochter behandelt. Oma sagte auch immer, ansonsten hätte sie nie mehr geheiratet, wenn der Mann nicht gut zu ihrer Tochter gewesen wäre.
Leider ist er schon verstorben als ich erst 11 Jahre alt war.
Ich bin selbst ein Nachkömmling in der Familie, meine Schwestern waren bereits 23 und 22 Jahre alt, als ich kam. Dazwischen gab es noch meinen Bruder, der tragischerweise kurz vor seinem 7. Geburtstag tödlich verunglückte. 

Auch ihn habe ich leider nicht kennengelernt, da ich erst drei Jahre nach seinem Tod geboren wurde. Ein süßer Blondschopf, sehr lieb und aufgeweckt soll er gewesen sein.  Wenn man genau darüber nachdenkt, ich wäre vielleicht gar nicht auf der Welt, wenn der Kleine nicht gestorben wäre. Wer weiß, ob meine Eltern sich noch so spät nochmal für ein Kind entschieden hätten.  Ich habe noch seinen Tornister verwahrt und auch die Bücher der ersten Klasse, sowie die Griffeldose.
Ich hätte so gerne einen großen Bruder gehabt. 
Sein Grab existiert heute noch und wird immer noch von uns gepflegt, meine Eltern sind mittlerweile auch beide dort beigesetzt.

Meine Oma hat mir viel von ihrem ersten Mann erzählt. Dabei erwähnte sie auch mal, dass er evtl. in Belgien beerdigt wurde.
Das ging mir immer durch den Kopf, aber es dauerte dann noch sehr lange, bis ich auf die Idee kam, nach dem Grab zu suchen. Ich suchte im Internet  bei dem "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" und wurde sehr schnell fündig.  Da stand es plötzlich schwarz auf weiß. Ich hatte nur den Namen und das Sterbejahr eingegeben. Schon erschien der Name meines Großvaters in einer langen Liste, aber er war der einzige mit dem Namen, der 1914 gefallen war.  Ich war mir da schon sicher, dass er es war. Habe aber dann noch genau nachgeforscht und in Bochum bei einem Standesamt angerufen, um noch die Heiratsurkunde zu erhalten. Meine Großeltern hatten damals in Bochum geheiratet.  Dort hatte ich Glück und eine sehr nette Mitarbeiterin fand es toll, dass ich nach so vielen Jahren das Grab suchen wollte und hat mir geholfen. Sie hat mich ein paar Tage später informiert, dass sie erfolgreich war und die Urkunde gefunden hatte.  Ich habe dann eine Kopie bekommen. So konnte ich verschiedene Daten abgleichen und kann mir heute sicher sein, dass es sich auf dem Friedhof in Vladslo, Belgien, tatsächlich um meinen  Großvater handelt.  





Dort stehen auch zwei Skulpturen von der Bildhauerin Käthe Kollwitz. Ein trauerndes Elternpaar stellen sie dar,  denn ein Sohn von Käthe Kollwitz ist ebenfalls 1914 gefallen und auf dem Friedhof beigesetzt.  Daher ist dieser Friedhof auch relativ bekannt.

90 Jahre nach dem Tod meines Großvaters hat dann erstmals jemand von der Familie das Grab besucht, es waren mein Mann und ich. Es war sehr ergreifend, der Friedhof hat eine ganz bestimmte Stimmung, aber nicht unangenehm, eher so beruhigend kam es mir vor.  

Leider hat meine Großmutter das alles nicht mehr mitbekommen, da sie 1984 mit 88 Jahren verstorben ist.  Sie hätte sich unglaublich gefreut, dass wir das Grab gefunden und besucht haben.   Ein paar Jahre nach dem ersten Besuch waren wir wieder dort und auch jetzt zum dritten Mal wieder. Es gab diesmal eine große Veranstaltung, zu der wir auch eingeladen waren. Es kam der deutsche Botschafter und ein Ministerpräsident aus Belgien. Ebenfalls die amerikanische Botschafterin mit Bodyguards, eine Bürgermeisterin von Diksmuide und einige Verwandte der Gefallenen sowie auch belgische Bürger nahmen daran teil.
 Es wurden einige Reden gehalten, Musiker spielten dazu und Schulkinder trugen etwas vor.  Die Bundeswehr war anwesend  und vom belgischen Militär waren auch Vertreter dort.  Die Veranstaltung fand statt, weil einige Umbauarbeiten getätigt worden waren und nun abgeschlossen sind. Schöne Parkplätze gibt es nun und im Eingangsbereich hat man ein freies WLan installiert. Damit kann man sich eine App herunterladen, mit deren Hilfe man sich einen Überblick von dem Gelände verschaffen kann.  Ich habe von der eigentlichen Veranstaltung keine Fotos gemacht. Es liefen so viele Menschen dort herum und dann hätte ich alles pixeln müssen. 

Das Beste kam zum Schluss. Einige Organisationen hatte Kränze geschickt. Diese wurden dann jeweils von deutschen Soldaten vor den Skulpturen der trauernden Eltern niedergelegt. Es wurden einige Namen der gefallenen Soldaten vorgelesen, deren Verwandte anwesend waren. Damit hatte ich nicht gerechnet.





Das waren so ca. 15 Namen und auf dem Friedhof liegen über 25.000 gefallene Männer und auch einige Frauen, die als Krankenschwestern tätig waren. Es war so ergreifend, wie der Name meines Großvaters genannt wurde. 102 Jahre nach seinem Tod wird der Name öffentlich ausgesprochen.  Ich weiß nicht, ob Unbeteiligte sich das vorstellen können, wie berührend das ist. 

Hiermit einen herzlichen Dank an den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge, die wirklich eine sehr gute Arbeit leisten und auch an die belgischen Bürger, die sich mit um den Erhalt und die Pflege des Friedhofs kümmern. 

Lange Geschichte, ich hoffe ich habe niemanden gelangweilt.

Nun erstmal Schluss für heute. Es grüßt Euch die Tina von